Liebe Eltern,

seit nun mehr drei Wochen leben wir deutschlandweit im Lockdown mit starker Kontaktreduzierung und unsere SchülerInnen lernen im Distanzunterricht. Da Sie als Eltern zurzeit nicht in der Schule sein dürfen, möchte ich Ihnen ein wenig berichten, wie es in unserer Schulgemeinschaft im Distanzunterricht zugeht.

So vielfältig die Bedürfnisse und Lernvoraussetzungen unserer SchülerInnen sind, so vielfältig gestaltet sich der Distanzunterricht mit all seinen Differenzierungsmöglichkeiten und –notwendigkeiten. Dies haben wir von Lehrerseite in den Sommerferien und im Herbst auf Basis der Erfahrungen aus dem ersten Lockdown in zahlreichen Konferenzen und Fortbildungen vorbereitet. Wir haben Absprachen für das Distanzlernen in unserer Schule getroffen und die unterschiedlichsten Szenarien geplant. Diese Vorbereitungen wurden auch der Schulaufsicht übermittelt.

Je nach Alter der Kinder, ihren Lese-, Schreib- und Rechenfähigkeiten und ihren Fähigkeiten in Bezug auf ein eigenverantwortliches Lernen ergeben sich unterschiedliche Schwerpunkte in den einzelnen Klassenstufen.

  • Unsere jüngsten Schülerinnen und Schüler aus den ersten Klassen kommen montags in sehr kleinen Gruppen auf Abstand in ihren vertrauten Klassenraum zu ihren vertrauten Bezugspersonen, ihre Klassenlehrerinnen. Hier wird zum einen Raum zum Austausch, zum Besprechen von Schwierigkeiten und Dingen, die die Erstklässler bewegen eingeräumt. Die Kinder erhalten die neuen Unterrichtsmaterialien, die sie gemeinsam mit der Lehrerin besprechen. So können sie die Lernangebote bewältigen und in ihrer Lernentwicklung fortschreiten.
  • Die zweiten Klassen erhalten ihre Aufgaben in Form von Tages- und Wochenplänen per Padlet oder in Papierform. Hier gibt es telefonische Kindersprechstunden, in denen Fragen einzelner Kinder besprochen und Differenzierungsmaßnahmen ergriffen werden können. Auch Videokonferenzen mit der Klassenlehrerin und ein Treffen auf Abstand bei der Übergabe und dem Erklären der neuen Aufgaben im vertrauten Klassenraum werden ermöglicht.
  • Die dritten Klassen greifen auf das gut eingeführte Lernformat des Wochen- und Übeplans zurück. Bei der Übergabe und beim Besprechen der neuen Aufgaben bleibt Zeit auf ein Wort über Erlebtes und die Erfahrungen des Distanzlernens. Die unterschiedlichsten Unterrichtsthemen in Form von Aufgabenblättern, Erklärvideos, Bewegungseinheiten, Arbeitsheften, Lektürenarbeit usw. kommen immer wieder zum Tragen und unterstützen die Lernentwicklung. Die Klassenlehrerinnen sind montags und freitags vor Ort, um Einzelgespräche mit den Kindern zu ermöglichen, Telefonate mit den Eltern zu führen und bearbeitete Aufgaben und Lernerfolge zu würdigen. Die Drittklässler werden am Freitag, den 29.1.2021 ihr Halbjahreszeugnis erhalten.
  • Die vierten Klassen, unsere Großen, arbeiten an den unterschiedlichen Themen des vierten Schuljahres weiter. Hier nehmen digitale Medien und Online-Formate gemäß dem Alter der Kinder einen festen Raum ein. Dies wurden mit den Tablets, die die Stadt Bad Honnef und der Förderverein für die Kinder angeschafft hat, geübt. Wir sehen dies als eine wichtige Vorbereitung auf den anstehenden Schulwechsel im Sommer an. Neben Arbeitsblättern, Klassenlektüren, Übungsheften kommen so Lernvideos, Arbeitshilfen über E-Book und Videokonferenzen zum Einsatz. Die Lehrerinnen sind montags vor Ort zur Materialausgabe und -rückgabe, aber auch zu kurzen Einzelgesprächen mit den Kindern. Die vierten Klassen werden am Donnerstag, den 28.1.2021 ihr Zeugnis mit der Empfehlung für die weiterführende Schule erhalten.

Der Kontakt auf Abstand und die Kommunikation auf unterschiedlichen Wegen mit den Kindern und mit Ihnen ist uns wichtig. Als Eltern unterstützen Sie das Lernen auf Distanz tatkräftig und schaffen die häuslichen Gelingensbedingungen. Alle Lehrerinnen stehen zudem in einem kollegialen Austausch, bereiten gemeinsam die Arbeitsaufträge und Lernformate vor und treffen sich in regelmäßigen digitalen Dienstbesprechungen.

Neben dem Distanzunterricht wird die Notbetreuung organisiert. Hier werden aktuell täglich 4 Gruppen im Vormittag gebildet, deren Betreuung sowohl die Lehrerinnen als auch das OGS-Team gewährleisten. In der zweiten Woche des Jahres waren 23 bis 25 Kinder für die Notbetreuung angemeldet.

Wir alle freuen uns natürlich darauf, bald wieder in Präsenz miteinander in Gemeinschaft lernen zu können. Uns Lehrerinnen fehlen die Kinder und wir vermissen das quirlige Leben im Schulgebäude, welches zurzeit verwaist ist. Noch müssen wir uns jedoch in Geduld üben.

Sobald die Schule Informationen des Ministeriums für Schule und Weiterbildung NRW erhalten, werden wir Sie über den weiteren Schulbetrieb informieren.

Viele Grüße

Irmine Strotmann